Verein zur Förderung von Strafgefangenen und Haftentlassenen

Wer wir sind

Seit der Vereinsgründung im Juni 2001 begleitet und unterstützt der HAMMER WEG e. V. unter der Leitidee “Nicht abreißen lassen - Für neue Wege stärken!” Strafgefangene und Haftentlassene bei der Wiedereingliederung in das Leben in Freiheit. Zudem fördert der Verein die Arbeit ehrenamtlicher MitarbeiterInnen im Strafvollzug durch Anleitung, Weiterbildung und Austausch.

Im Vordergrund des Ehrenamts im Strafvollzug stehen die Einzelbegleitung von Gefangenen und Haftentlassenen sowie verschiedene Gruppenangebote, in denen Ehrenamtliche aktiv werden können. Wir als Verein koordinieren die Arbeit ehrenamtlicher MitarbeiterInnen in Kooperation mit dem Ansprechpartner der JVA Dresden, bieten Anleitung, Unterstützung und Weiterbildung – u. a. in Form von Einführungsveranstaltungen zum Ehrenamt, Praxisbesprechungen, Tagungen und Exkursionen – und ermöglichen den Ehrenamtlichen die Vernetzung mit anderen im Strafvollzug Aktiven, um Austausch und Zusammenarbeit anzuregen.

Wir sind der Überzeugung, dass ehrenamtliches Engagement ein wichtiger Bestandteil der Resozialisierung sein kann. Insbesondere für Menschen, die keine oder nur brüchige sozialen Beziehungen haben und die Herausforderungen während und nach der Haft nur schwer bewältigen können, sind verlässliche ehrenamtliche Kontakte oft eine unschätzbare Unterstützung. Ziel des Vereins ist es, dieses ehrenamtliche Engagement im Justizvollzug zu fördern und somit zu einer gelingenden Wiedereingliederung straffällig gewordener Menschen beizutragen.

Selbstverständnis

Medien verbreiten zumeist ein verzerrtes Bild vom Strafvollzug und der Realität von Straftaten und provozieren politische Entscheidungen, die in eine Spirale zur Verschärfung des Strafvollzuges führen. Dadurch wird aber Kriminalität nicht verhindert, sondern verstärkt und dem Ziel des Vollzuges, die Gefangenen zu einem Leben in sozialer Verantwortung ohne Straftaten zu befähigen, der Boden entzogen. Wegschließen von Strafgefangenen ist keine Lösung. Dadurch wird keine Änderung erreicht. Vielmehr besteht das Risiko, dass kriminelle Karrieren in Haft verstärkt werden und der Weg in ein straftatfreies Leben in weite Ferne rückt.

Jeder durch humaneren und resozialisierenden Strafvollzug erreichte Erfolg, jede noch so kleine Senkung der Rückfallquote, jedes Abbrechen krimineller Karrieren kommt direkt der Verhinderung neuer Straftaten und somit dem Opferschutz zugute. Wir sehen unsere Arbeit als Beitrag zur Unterstützung der Opferhilfe und nicht als deren Gegensatz. Nicht zuletzt bedürfen verurteilte TäterInnen und Untersuchungshäftlinge in ihren Lebenslagen der Hilfe und Unterstützung anderer nicht-krimineller, erfahrener Menschen.

In diesem Sinne unterstützen wir einen resozialisierend wirkenden Strafvollzug, der auf eine sinnvolle und wirksame Verhinderung von Rückfällen ausgerichtet ist.